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Klar die Lust auf Süsses ist uns wohl angeboren. Denn es beginnt schon mit der leicht süssen Muttermilch.
Was ist nun aber gesund? Was macht uns fit und was träge?
In den letzten Monaten ist leidenschaftlich über „Gesunde“ Ernährung gesprochen und diskutiert worden. Ein übermässiger Konsum von Zucker setzt in die Lebensmittelindustrie das Zeichen z. B. Getränke und Lebensmittelprodukte mit nun weniger Zucker in die Regale zu stellen.
Wie das? Warum dieser plötzliche Wandel? Wie viel Zucker man isst, bleibt doch letztlich jedem von uns selbst überlassen, oder? Welche Auswirkungen hat denn nun der Verzehr von zuviel Zucker in meinem Körper? Was ist eigentlich zuviel? Was passiert mit mir, wenn ich Süsses komplett aus meinem Ernährungsplan streiche?
Zucker ist nicht nur in Süssigkeiten enthalten, sondern in vielem mehr.
Glukose sogen. Traubenzucker ist die Energie, der Treibstoff in unserem Körper. Allein unser Gehirn benötigt davon 150 g täglich.
 Aber hierzu braucht es nicht reinen Zucker, denn unser Körper zieht aus den kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln den nötigen Brennstoff. Er wandelt um. Mit etwas mehr Aufwand ist die Energiegewinnung sogar aus Fett und Eiweiss gegeben. Unser Körper weiss sich also zu helfen. Daraus schliessen wir, das Zucker ein Genussmittel ist, das wir aber nicht zwingend brauchen.
Zucker wirkt nicht nur auf unser Gefühlsleben, denn wir schütten nicht nur das Glückshormon Dopamin aus, sondern Zucker wirkt auch auf unseren Stoffwechsel.
Essen wir zuckerreich, so steigt der Blutzuckerspiegel sehr schnell an. Denn im Gegensatz zu Eiweiss, langsam verdaulichen Kohlenhydraten und Fett muss der Zucker ja nicht erst aufwendig zerlegt werden. Der Körper produziert Insulin, ein Hormon, dass den Zucker vom Blut in die Körperzellen transportieren soll.

Je mehr Zucker desto mehr Insulin. Je mehr Insulin desto schneller wird der Zucker durch die Zellen geschleust. Die Folge ist, dass der Blutzuckerspiegel sehr schnell wieder sinkt. Glukose aber darf nicht knapp werden in unserem Körper und so signalisiert der Körper ans Gehirn Energie muss her, dass löst den Heisshunger nach noch mehr Süssem aus.

Ein Teufelskreis.
Unser Körper hält also nur die Balance, wenn wir weniger Zucker essen. Dann fühlen wir uns länger satt. Energie nimmt der Körper sich dann aus der Fettverbrennung. Unsere Geschmacksknospen werden auch wieder empfindlicher. Wir schmecken plötzlich wieder die Süsse in den Mohrrüben und Früchten.

Grundsätzlich gilt: Ernähren wir uns bewusster, wirkt sich das auf unsere Gesundheit aus.

Der europäische Bürger nimmt pro Jahr ungefähr 40 kg Zucker zu sich. Dies ist eindeutig zu viel. Die vielfältigen gesundheitlichen Probleme sind die Folge davon.
Schauen wir auf die Säfte im Handel – verdünnen wir sie mit Wasser oder stellen wir sie mit einem Entsafter selbst her.

Schauen wir auf Fruchtjoghurts im Handel – stellen wir unseren Joghurt selbst her. EASIYO macht es möglich!

Fertiggerichten? Warum nicht selbst kochen?

Kuchen? Mal ehrlich, selbst gebacken schmeckt er doch viel besser, oder? 

Konfitüren selber machen, bringt nicht nur Spass, sondern spart ZUCKER!

Genuss ohne Reue! – Einfach mal probieren!

Aber wie sieht es mit Schokolade aus? – Schokolade macht glücklich! Schokolade ja, ab und zu, aber in Massen bitte.
Es muss nicht immer der weisse Haushaltszucker sein. Andere Süssungsmittel stehen zur Verfügung. Egal ob raffinierter Zucker, Dicksaft oder Stevia. 
Geniessen sollte man immer bewusst!
Hier nun die Möglichen „Süssen“:

1. Honig

1 kg Honig pro Jahr sagt die Statistik verbraucht ein Mensch in Deutschland. Verschiedene Sorten haben wir unseren Bienen zu verdanken, die auf der Suche nach Nektar in ihrem Leben mehrfach um die Erde fliegen. So entstehen die verschiedenen Sorten wie Waldhonig, Akazienhonig, Blütenhonig u.s.w.

In der Küche ist Honig ein Allrounder. Honig hat eine höhere Süsskraft als Haushaltszucker und besteht zu bis zu 20 % aus Wasser. Somit braucht man für die gleiche Süsse weniger Honig als Zucker.

2. Kokosblütenzucker

Dieser Zucker wird aus dem Saft aufgeschnittener Kokosblüten hergestellt. Der Saft wird aufgefangen und nach dem Sieben zu Sirup eingekocht. Die Masse kristallisiert aus und wird dann gemahlen. Der Geschmack ist karramellig. Der Zucker zergeht auf der Zunge da sein Schmelzpunkt geringer ist als der vom Haushaltszucker.

Man verwendet ihn in der Küche im gleichen Verhältnis wie Haushaltszucker da er auch die gleiche Süsse aufweist.

3. Ahornsirup

Der eingedickte Saft des Zuckerahorns nennt sich auch Phloemsaft oder Xylemsaft. In den Monaten von Ende Februar bis Ende April wandelt der Baum seine angesammelte Stärke in Zucker um. Je reifer der Ahornsaft im Baum ist, desto dunkler und desto intensiver ist sein Geschmack.

Grundsätzlich gilt: Je heller desto feiner, je dunkler desto intensiver ist der Geschmack des Sirups. Das entscheidet auch über Qualität und über die Grade auf der im Handel angebotenen Flasche. Kanadischer Ahornsirup ist der bekannteste. Pancakes sowie Marinaden und Dressings kennen wir schon jetzt.

4. Agavendicksaft

Zu diesem dickflüssigen Saft können Äpfel, Birnen und Trauben verarbeitet werden. Der wohl bekannteste aber ist der mexikanische Sirup, der den Namen gib. Agavensirup.

Die enthaltene Fruchtsäure (fructose) macht ihn süsser als Honig. Somit braucht man weniger wenn man Rezepturen mit Honig gegen Agavendicksaft austauscht.

Farblich variiert der Dicksaft von transparent über hellkaramell bis bernsteinfarbend. Je dunkler desto intensiver ist sein karamelliger Geschmack.

Konfitüren, Marmeladen, Eistees, Salatsaucen kann man sehr gut mit Agavendicksaft süssen. Dank seines niedrigen Wassergehaltes ist der Dicksaft lange haltbar. Dennoch sollte er im Kühlschrank aufbewahrt werden.

5. Stevia

Stevia ist ein aus der Pflanze Stevia rebaudiana („Süsskraut“, auch „Honigkraut“) gewonnenes Stoffgemisch, das als Süßstoff verwendet wird. Auch wenn es eine Pflanze ist: Stevia sollte mit Bedacht eingesetzt werde. Es gibt Stevia in Form von Tabletten, Pulver und flüssig.

300 mal mehr Süsse hat Stevia als Haushaltszucker.

Wer glaubt, mit Stevia eine naturbelassene Alternative zu Süßstoff oder als Ersatz für Zucker in Händen zu halten, der täuscht sich. Frei von Kalorien, diabetikergeeignet und nicht-kariogen sind die Stevia-Süssmittel zwar, aber leider alles andere als naturbelassen. Beim Herstellungsprozess von Steviolglykosiden werden sogar umweltschädliche Aluminiumsalze in der Industrie eingesetzt.

Wir verdauen diesen Zuckerersatz nicht. Wir scheiden ihn einfach wieder aus, das spart zwar Kalorien. Aber: Stevia ersetzt Haushaltszucker nicht vom Volumen her.

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei 4 mg pro Körpergewicht.

Haushaltszucker bei Gebäckrezepten gegen Stevia suzutauschen funktioniert NICHT! Man benötigt Füllstoffe beim Backen.

Tee, Saft und Kaffe damit zu süssen spart Kalorien, aber gesund finde ich ist das nicht auf Dauer und schmecken tut es nach Lakritze. Der Jieper nach Süssem wird durch Stevia nicht gestillt.

6. Birkenzucker

Birkenzucker sieht aus wie Zucker und lässt sich auch genauso verarbeiten.

Der Zuckeraustauschstoff Xylito hat aber einen leichten Minzgeschmack.

Für Rezept mit Hefe kommt er nicht in Frage, da sich Hefe nicht von Birkenzucker ernähren kann.

Birkenzucker kennen wir schon in Zahnpasta und in Kaugummis.

Einfach mal als Haushaltszuckertauschvariante probieren.

7. Brauner Zucker oder Rohrzucker?-

    Rohzucker und weisser Zucker?

Brauner Zucker oder industrieller weißer Zucker wird aus Pflanzen gewonnen. Die Hauptquellen sind das Zuckerrohr mit Anbauflächen in den Tropen, die Zuckerrübe mit den Anbauflächen in gemäßigten Breiten, die transgene Zuckerrübe H7-1 in den USA und neuerdings Stevia aus der gleichnamigen Pflanze rebaudiana.

Industrieller weisser Zucker wird aus der Zuckerrübe gewonnen. Dieser Zucker wird mehrfach raffiniert, damit er der klassische rein weisse Kristallzucker wird.

Die Bezeichnung „Brauner Zucker“ kann auch ein Zwischenprodukt sein und wird aus der Zuckerrübe gewonnen. Er ist grob auskristallisiert. Die Konsistenz ist noch etwas klebrig feucht, da er noch etwas Sirup enthält.

Meistens ist brauner Zucker schlicht und einfach brauner Zucker oder Kandis Zucker, eigentlich existiert hier kein grosser Unterschied zu weissem Zucker.  Lediglich wurde dieser bei seiner Herstellung nicht von  dunklen Inhalten des Sirups durch Siebe-Verfahren und gründlich Raffinierung befreit, was letztendlich zur braunen Zuckerfarbe geführt hat. Aber Rohrzucker unterscheidet sich klar davon.

Der Vollrohrzucker besteht aus gereinigtem, vollständig eingedicktem und getrocknetem Zuckersaft des Zuckerrohrs. Die Melasse wird nicht abgetrennt und verbleibt mit ihrem vollen Gehalt. Diese Zuckersorte enthält alle Mineralstoffe und hat einen Eigengeschmack, der an Karamell oder Melasse erinnert.

Rohrohrzucker wird ebenfalls aus Zuckerrohr ausgepresst. Der so gewonnenen Saft wird eingedickt und zusätzlich mit Zuckerkristallen verfeinert. Rohrzucker entsteht durch Auskristallisieren aus gereinigtem Zuckersaft, von dem die flüssige Melasse weitestgehend abgetrennt wird.

Rübenzucker wird aus der Zuckerrübe hergestellt. Rohrohrzucker wird oft angepriesen und gerne in Cocktails eingesetzt.

Dieser braune Zucker schmeckt nach Karamell und eignet sich besonders zum Süßen von Plätzchen, Kuchen, Süssspeisen und vielen unterschiedlichen Getränken. Sein Aroma ist einzigartig. Nüsse und Obst erhalten mit dieser aromatischen Süsse eine spezielle Note. Beim Backen entsteht eine besondere Bräunung. Die Struktur der vielfältigen Kuchensorten wird deutlich verbessert.

Haushaltszucker hat also vielen Namen.

Die Industrie möchte hierdurch den Zuckergehalt in vielen Produkte verschleiern. So wird der Zucker nicht mit dem wahren Namen deklariert, sondern eben versteckt unter vielen anderen Namen angegeben.

8. SaccharoseGlucose, Fructose, Lactose, Maltose

Diese werden oft genannt. Es ist unabhängig aus was diese Zuckerart gewonnen wurde, es handelt sich um raffinierten Industriezucker ohne Farbstoff.

9. Mit Muskovade 

So wird Rohrzucker bezeichnet, der aus Zuckerrohr gewonnen wird.

Mein Tipp:

1. Süssen mit natürlicher Süsse.
2. Geschmacksträger wie getrocknete Früchte, Reismilch, Cashewkerne und Gemüsesorten wie z. B. Mohrrüben verwenden.
3. Zucker gegen Honig und Agavendicksaft austauschen wo es in der Rezeptur passt.
4. Karamellisierte Tomaten oder Ananas als Süsse nutzen.
5. Milchreis mit Kokosnussmilch.
6. Oft lässt sich die Zuckermenge einfach mal reduzieren und es schmeckt trotzdem.

Anmerkungen:

Gesundheitliche Auswirkungen :

Der tägliche Konsum an Zucker ist enorm hoch. Er ist zur Sucht geworden, zum Teil unbewusst. Gedankenlos wird Zucker im Tee oder Kaffee genossen. Süße Aufstriche zum Frühstück, Kekse und andere Süßigkeiten zwischendurch, Kuchen am Nachmittag und süße Getränke den ganzen Tag.

Ein Vielfaches machen auch die versteckten Zuckermengen in Milchprodukten, Süssspeisen, Saucen, Konserven und Fertiggerichten, aus. Sie sehen den Zuckergehalt nicht.

In diesen Mengen ist der Zucker ungesund und schädlich für den gesamten Organismus. Nicht nur die Entwicklung Richtung Fettleibigkeit und Diabetes, sondern die komplette Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des Immunsystems.

Ein geschwächtes Immunsystem ist viel anfälliger für Krankheiten. Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten haben in Ihrem geschwächten Körper ein leichtes Spiel sich zu vermehren, zu wachsen und viele gravierende Schäden anzurichten. Die Anfälligkeit für viele Krankheiten nimmt drastisch zu. 

Bei der Herstellung des Zuckers aus der Zuckerrübe werden die Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien nicht verwertet. Allerdings sind gerade diese Stoffe für die Gesunderhaltung des Körpers lebensnotwendig. Der Organismus vermisst diese guten Stoffe aus der Natur.

Der Körper merkt nach und nach, dass er von diesem raffinierten Zucker nur die Kohlenhydrate erhält, aber nicht die lebenswichtigen Vitamine, Mineralien und Ballaststoffe. 

Rohrzucker auch bei Lactose- und Fructoseintoleranz

Der enthaltene Melasse Gehalt hebt deutlich die natürliche Zusammensetzung. Aufgrund der schonenden Verarbeitung bleiben alle wichtigen Stoffe enthalten. Höchste Nährwerte sind beim Rohrzucker garantiert.

Eisen, Kalzium und Chrom das sind wichtige Bausteine für unseren Körper. Gerade im Hinblick auf die Balance des Blutzuckerspiegels ist Chrom ein sehr wichtiges Element.

Rohrohrzucker und Vollrohrzucker 

Diese Zuckerarten beinhalten nicht nur die Süsse, sondern auch alle notwendigen Begleitstoffe. Wichtig ist, dass diese Zuckerarten noch die natürliche Melasse beinhalten. Dieser dunkle Zuckersirup enthält alle Mineralien, die in der ursprünglichen Pflanze enthalten waren. Es ist nicht alles weg raffiniert worden. Die Melasse ist ein sehr wertvolles Lebensmittel.

Fazit:

Zucker scheint ein hohes Suchtpotential zu haben. Es fällt einigen sehr schwer diesen Konsum einzuschränken. Trotzdem sollte man unabhängig von der Zuckersorte versuchen bewusst mit diesem Naturprodukt umzugehen. Die tägliche Ration deutlich sichtbar abwiegen und einteilen. Auf versteckte Zucker, auch unter anderen Bezeichnungen, achten. Es ist unser Körper und unser Leben, schauen wir daher immer genau auf die Zutatenliste. 

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