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Welche Beere darf es denn sein?

Heidelbeere oder Blaubeere?

Vaccinium myrtillus ist die heimische Waldbeere und gehört zur Familie der Heidekrautgewächse. Die Zwergsträucher können bis zu 30 Jahre alt werden. Sie vermehren sich über sogen. Wurzelausläufer. Die kleinen aromatischen Beeren reifen von Juli bis September. Heidelbeere ist die in Deutschland übliche Bezeichnung.
Der Inhaltsstoff Anthozyan ist im Fruchtfleisch und auch in der Schale. Er sorgt dafür, dass wir nach dem Essen eine blaue Zunge, wie ein Chow Chow haben. Daher stammt der umgangssprachliche Name BLAUBEERE.
Ab dem 20. Jh. wurden weltweit über 100 Sorten kultiviert. Aber in Wald und Heide lassen sich die Beeren beim Spaziergang gerne pflücken. Bzw. mit dem Beerenkamm kämmt man die Beeren einfach in die Schaufel.
Nur die dunkelblauen Beeren sollten geerntet werden, denn die grünen Beeren reifen nach dem Pflücken nicht nach.
Heidelbeeren sollten, wenn möglich am selben Tag verzehrt werden, denn sie schimmeln sehr leicht.

Nährwerttabelle: Heidelbeere (pro 100 Gramm):
Energie: 36 kcal
Fett: 1 g
Kohlenhydrate: 6 g
Eiweiss:  0,7 g
VITAMINE:
Vitamin: E 2,7 g
Vitamin B1 und B2: 0,02 g
Vitamin B6: 0,06 g
Mineralstoffe:
Niacin: 0,4 g
Eisen: 0,9 g
Magnesium: 2 g

Hier nun die Rezeptideen für Euch:

Blaue Trollkrem mit Heidelbeeren

Gelee von Johannisbeeren und Heidelbeeren

Heidelbeer Cheesecake

Heidelbeer-Bananen-Waffeln

Haferbrei mit Mandelmilch schwedisch
Heidelbeer-Hefeschneckenkuchen
Heidelbeer-Käsekuchen-Törtchen

Heidelbeerkonfitüre mit Vanille

Heidelbeerkonfitüre winterlich

Heidelbeer-Raffaello-Wölkchen

Heidelbeer-Tiramisu-Charlotte

Joghurt – Heidelbeer – Vanille Eicreme (ohne Eismaschine)

Papaya trifft Heidelbeere Smoothie

Süsse Gnocchis mit Heidelbeeren

Whoopies mit Beeren und Quark-Sahne-Créme

Heidelbeer-Whoppies mit Crémefüllung

Heilwirkungen der kleinen blauen Beere:
Offiziell anerkannt ist die Wirkung der Heidelbeere bei Durchfall und Entzündungen im Mund-/Rachenbereich.
Einen positiven Effekte in der Prävention im Bereich Anti-Aging, bei Herz-Kreislauferkrankungen, als Nervenschutz, in der Gefäßgesundheit, beim Blutzucker und bei der Verdauung sind ebenso unbestritten.
Heidelbeeren wirken gegen Entzündungen
Der hohe Gehalt an Gerbstoffen macht die Heidelbeere zum idealen Entzündungshemmer. Gerbstoffe wirken adstringierend und keimtötend. In der Volksheilkunde werden etwa Zahnfleischentzündungen, Magen-Darm-Probleme, entzündliche Ekzeme und schlecht heilende Wunden mit Blaubeeren behandelt.
Heidelbeeren senken das Krebsrisiko
Wir wissen bereits:

Wichtigste Ursache für Krebserkrankungen sind freie Radikale, die durch biochemische Prozesse im Körper entstehen. Die sogen. Antioxidantien, die hauptsächlich in Obst und Gemüse vorkommen, können die freien Radikale absorbieren und damit das Krebsrisiko mindern. Dazu zählen auch Anthocyane, die über eine besonders hohe Kapazität verfügen. Die Heidelbeere führt die Spitze der antioxidativen Früchte an.

Heidelbeeren beugen Diabetes vor
Einer der Schlüsselfaktoren für einen Typ-2-Diabetes ist Insulinresistenz. In einer aktuellen Studie an übergewichtigen Diabetes-Risikokandidaten erhöhte der tägliche Verzehr von Heidelbeeren die Insulinsensibilität der Teilnehmer und verbesserte ihre Blutzuckerwerte.

Fazit:

Gefährliche Entzündungsbotenstoffe, die vom Fettgewebe produziert werden und eine Insulinresistenz begünstigen, gingen zurück.

Heidelbeeren schützen vor Arteriosklerose
Heidelbeeren halten die Blutgefässe sauber:

Die Anthocyane verhindern gefährliche Ablagerungen in den Arterien, die auf Dauer zur Gefässverengung führen und Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte auslösen können.

Studien belegen zudem eine günstige Wirkung auf den Cholesterinstoffwechsel.

Heidelbeeren sind gut fürs Gehirn
Graue Zellen erleben ihr blaues Wunder:

Mehrere Studien zeigen, dass ein täglicher Heidelbeer-Verzehr vor allem bei älteren Menschen die Gedächtnisleistung deutlich verbessern kann.

Die Erklärung:

Die Anthocyane unterstützen die Beseitigung biochemischer Abfallprodukte im Gehirn, regen die Bildung neuer Gehirnzellen an und befeuern die Informationsübertragung zwischen den Neuronen.

An z.B. der Uni Regensburg entdeckten Forscher, dass Anthocyane den Abbau wichtiger Botenstoffe wie Dopamin und Serotonin verlangsamen und so den Gehirnstoffwechsel positiv beeinflussen.

Erkenntnis:

Davon könnten Patienten mit Parkinson oder Depressionen profitieren, da diese Krankheiten mit Dopamin- oder Serotoninmangel in Verbindung stehen.

Heidelbeeren in der Prävention
Zahlreiche Laborversuche nahmen das Thema Krebsprävention ins Visier.

Die Heidelbeere schnitt dabei sehr gut ab. Ihr wurden schützende Eigenschaften zugesprochen, was die Krebsentstehung betrifft (entzündungshemmend, antioxidativ) sowie das Fortschreiten einer bereits manifesten Krebserkrankung (Hemmung der Zellteilung, Förderung des geregelten Zelltods) und die Hemmung der Blutversorgung des Tumors (anti-angiogenetisch).

Die Forschung ist aber noch dran!

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