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Erst mit den typischen Gewürzen fühlt es sich so richtig nach Weihnachten an.
 
Aber wo kommen diese Weihnachtsgewürze eigentlich her?
 
In welchen Rezepten sind sie zu finden?

Beginnen wir mit

 

STERNANIS

Der achtzackige Sternanis ist die Frucht des orientalischen Magnolienbaumes, der in China und Südostasien wächst. Er schmeckt lakritzartig und hat einen pfefferigen Beigeschmack. Die getrocknete Frucht gibt ihr Aroma beim Kochen ganz langsam ab und eignet sich somit zum Verfeinern von Speisen mit langer Garzeit wie z. B. Schmorgerichten und Suppen / Eintöpfen. Sternanis bringt aber auch den gewissen Kick ins Eingemachte wie z. B. Marmelade, Konfitüre, Kompott. Echter Pudding, Lebkuchen, Tee und Glühwein ohne Sternanis, das geht gar nicht.

Pikante Birnenwürfel

Glühwein Gugelhupf im festlichen Kleid

Glühweingelee mit Holunderbeerensaft

 

TONKABOHNE

Der Tonkabaum wächst hauptsächlich in Südamerika und kann eine Höhe bis 30 m erreichen. Die Baumfrucht misst ca. 6 cm. Sie ist lang und hat dunkelbraune bis schwarze Samen. Diese Samen sind die sogenannten Tonkabohnen. Sie verbreiten ein sehr feines Aroma, das an Marzipan, Mandeln und Karamell erinnert. Mit einer feinen Muskatnussreibe wird die Bohne fein zerrieben. Das Gewürz findet Anwendung in Desserts, Konfitüren, Eis und Pralienen. Ich finde es passt auch gut zu feinen Fischgerichten und Crémesuppen.
 

Schoko-Tonka-Waffeln mit Cottage Cream und Rotweinsauce

Rohrnudeln

 

VANILLE

Die Vanillestange stammt im Ursprung aus Mexiko. Sie wird aus den Blütenkapseln verschiedener tropischer Orchideenarten gewonnen. Sie hat ein süsses-blumiges Aroma. Zum Backen und Kochen verwendet man am besten die ganze Schote oder kratzt das Vanillemark mit einem scharfen Messer aus der angeritzeten Schote. Die vom Mark befreite Vanilleschote kann noch mind. 20 mal zum Verfeinern sprich auskochen verwendet werden.
Nach Gebrauch wäscht man sie einfach unter Wasser kurz aus und trocknet sie danach wieder. Eine Vanilleschote in Zucker gesteckt macht himmlischen echten Vanillezucker. Achtung: Vanillinzucker ist kein Naturprodukt sondern wird chemisch hergestellt. Vanilleduft ist eine beliebte Essenz in Parfüms. Klassische Rezepte mit Vanille sind zu Weihnachten wohl die Vanillekipferl. Bratäpfel, Vanilleflammeri und viele Gebäcke kommen ohne Vanille nicht aus. Aber auch in Fischgerichten und bei Rezepten mit Meeresfrüchten kommt Vanille zum Einsatz. Einen Pepp gibt sie allen weissen Fleischgerichten (wie Geflügel und Kalbfleisch).

Kartoffelsuppe mit Vanille

Vanillekipferln

Taraland Vanillekipferl Eiscreme ( ohne Eismaschine )

Seeteufel aus dem Glühweinsud

 

NELKEN

Der Nelkenbaum war ursprünglich auf einer indonesischen Inselgruppe – den Molukken, beheimatet. Die Blüten haben einen intensiven Geschmack. Im Kopf der sogenannten Nägelchen sammelt sich der feine Nelkengeschmack. Sie haben einen hohen Anteil an ätherischen Ölen. Oft wird die ganze Knospe zum Gericht gegeben und nach der Zubereitung komplett wieder entfernt. Nelken sind ein klassisches Gewürz bei Rotkohl und Wildgerichten. Glühwein oder Lebkuchen ohne Nelkengewürz undenkbar.

Hirschkeule mit Lebkuchensauce

Glühweinmousse

 

ZIMT

Das bekannte Gewürz in Form einer Stange stammt aus Ostindien und Sri Lanka. Dort wächst der Ceylon- Zimtbaum aus dessen Rinde der Zimt gewonnen wird. Man nennt es auch Kaneel. Im Handel findet man die Stangen, die sehr dekorativ auch in Blumengestecke zu finden sind und den gemahlenen Zimt. Weihnachtliche Desserts, Milchreis mit Zucker und Zimt, Punsch, Zimtsterne fallen einem sofort ein. Das Gewürz überrascht in der orientalischen und asiatischen Küche in Suppen und Fleischgerichten. Zimtstangen sollten gut verschlossen aufbewahrt werden. Trocken und dunkel gelagert ist Zimt in ganzer Form mindestens 4 Jahre haltbar.
Zimt gibt nicht nur Gebäck und Gerichten seinen unvergleichlichen Geschmack sondern er hat auch gesundheitsunterstützende Wirkung. Man sagt ihm krampflösende, desinvizierende, durchblutungsfördende, beruhigende und stimmungsaufhellende Wirkung nach.In östlichen Ernährungsformen wie der Traditionellen Chinesischen Medizin oder dem indischen Ayurveda ist Zimt Bestandteil der Küchenapotheke. Zimt macht den Körper warm. Aber aufgepasst: Nicht für Jeden ist Zimt gut. Zimt enthält Cumarin, auf das viele Menschen allergisch reagieren können. Aufgrund dieser Eigenschaft ist der gesetzliche Höchstwert von 2 mg Zimt pro Kilogramm Lebensmittel strengstens vorgeschrieben. Cumarin kann die Leber schädigen. Aber keine Angst vor Zimtsternen! Hier wird in der Rezeptur auf die Verwendung von gutem Zimt mit wenig Cumarinanteil genaustens geachtet!

Orangen-Zimt-Sterne

Berliner Schmorfleisch

Gefüllte Bratäpfel zur Weihnachtszeit

Zimtwaffeln

Apfel-Zimt-Muffins

 

KARDAMOM

Als Heil- und Würzpflanze nutzen die Kardamomkapseln schon die alten Römer. Kardamom gehört zu den Ingwergewächsen und hat ein feines, scharfes Aroma, das ein bisschen an Eukalyptus erinnert. Die Samen sind in der Kapsel eingeschlossen. Man bekommt Kardamom aber auch als Pulver. Ursprünglich stammt das Gewürz aus Indien, wo es in Currys und im Tee – wir alle kennen den CHAI zum Einsatz kommt. In der Weihnachtszeit verfeinert Kardamom bei uns Gebäckklassiker wie Spekulatius und Lebkuchen. Auch im Heissgetränken passend zur kalten Winterzeit ist Kardamom in Punsch und Glühwein zu finden.

Weisser Glühwein mit Passionsfrucht

Mus von spanischen Pflaumen

Honig- / Frühstückskuchen

Hirschrücken mit Spekulatiuskruste

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